Pastorin verlässt Brelingen

Mittlerweile hat es sich schon herumgesprochen: Debora Becker, seit mehr als zehn Jahren Pastorin in der evangelischen Kirchengemeinde St. Martini, verlässt die Wedemark. „Ich gehe am 28. Juni in den Mutterschutz, weil wir im August unser zweites Kind erwarten“, erzählt sie. Zum 1. November, mit Beginn der anschließenden Elternzeit, wird die Familie dann das Brelinger Pfarrhaus verlassen: „Mein Mann hat als Offizier der Bundeswehr einen Dienstposten in Washington angenommen und wir haben beschlossen, ihn als Familie dorthin zu begleiten“, berichtet die Pastorin weiter.

Für die Kirchengemeinde wurden die Weichen für die Zeit der Vakanz im Pfarrhaus bereits gestellt: Pastor Michael Brodermanns aus der pfarramtlich verbundenen Kirchengemeinde Mellendorf/Hellendorf übernimmt die Vakanzvertretung und wird unter anderem die Arbeit des Kirchenvorstandes begleiten. Pastor Karl-Martin Harms, Flughafenseelsorger und „Springerpastor“ im Kirchenkreis Burgwedel-Langenhagen, ist parallel für die aktuell anfallenden Aufgaben vor Ort wie etwa die Erstellung des Gottesdienstplanes, den Konfirmand*innenunterricht und auch die teilweise Begleitung der Besuchsdienstarbeit verantwortlich. Harms steht darüber hinaus als Ansprechpartner für Taufen und Trauungen zur Verfügung; Beerdigungen werden im Rotationsprinzip von allen Wedemärker Pastorinnen und Pastoren übernommen.

„Weitere Aufgaben werden während der Vakanz von ehrenamtlich Mitarbeitenden erledigt“, berichtet Debora Becker nach einigen Abstimmungsgesprächen. So übernimmt der Besuchsdienstkreis auch diejenigen Geburtstagsbesuche, die bislang von der Pastorin gemacht wurden; Mitglieder des Kirchenvorstandes stehen für Aufgaben in den Fachausschüssen der Kirchengemeinde zur Verfügung. Über die Wiederbesetzung der Brelinger Pfarrstelle wird nach dem Wegzug Debora Beckers von den beiden Kirchenvorständen in Brelingen und Mellendorf/Hellendorf in Abstimmung mit dem Kirchenkreis entschieden.

Erste Voruntersuchung der Tonnendecke erfolgt

In der letzten Aprilwoche konnte eine erste Voruntersuchung der Tonnendecke durch den Restaurator Reinhold Gonschior erfolgen. Gleichzeitig sollten die Stellen, an denen der Schnee seine Schäden an der Decke hinterlassen hatte gesichert werden, damit keine weiteren Stücke herunterfallen können. Abgedeckt werden konnten die offenen Stellen noch nicht, dazu sind weitere Monate der Trocknung notwendig. Für die Arbeiten war von einem ortsansässigen Gerüstbauer ein Gerüst aufgestellt worden, das die Untersuchungen bequem ermöglichte. Gleichzeit konnte auch Frau Meinecke vom Amt für Bau- und Kunstpflege sich ein genaueres Bild vom Zustand der Decke machen.

Mündlich äußerte der Restaurator bereits, dass er beruhigt sei über den generell guten Zustand der unteren Schichten der Lehmdecke, die beim Bau der Kirche mit einer Kalkschicht verputzt worden waren. Ausdrücklich lobte er die Arbeit, die da vor über 150 Jahren beim Bau der Kirche geleistet worden war.

Leider hat man beim Überstreichen der Decke in den 60er Jahren aber auf eine Acrylfarbe zurückgegriffen, die weder Luft- noch Feuchtigkeitsdurchlässig sei. Das würde jetzt immer wieder und immer weiter Schäden verursachen, weil Wasser, das durch die Lehm- und Kalkschicht dringe vor der Farbschicht quasi stehen bleibe. Im schlimmsten Fall - wie jetzt bei dem vielen Wasser, das durch den Schnee in die Decke eingedrungen war - führe das dazu, dass das Wasser die Farbe zum Abplatzen bringe.

Der Restaurator bestätigte die Einschätzung des Amtes für Bau- und Kunstpflege, dass die Farbe abgenommen und durch eine atmungsaktive und Wasserdurchlässige Farbe ersetzt werden müsse.

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