Kirchengeschichte

alte Kirche
Kirche 1483 bis 1848

Das über 1000-jährige Brelingen liegt am Südhang des Brelinger Berges. Dieser ist mit seinen 92,2 m die höchste Erhebung im Norden der Region Hannover. In einer Grenzbeschreibung, die auf das Jahr 990 n. Chr. datiert wurde, wird "Bredanlagu" als Grenzort aufgeführt (Bedeutung des Namens unbekannt; mögliche Deutung: breite Dorfanlage). Man darf davon ausgehen, dass Bredanlagu das heutige Brelingen bezeichnet.

Schon etwa 200 Jahre später muss in Brelingen eine Kirche gestanden haben. Sie soll um 1190 gebaut worden sein und war vermutlich ein Holzbau. Ein Kirchenneubau wurde um 1483, das Geburtsjahr Martin Luthers, errichtet. Dieser Bau besaß vermutlich weder Chor noch Turm. Der heutige Brelinger Kirchturm wurde erst 1827, also fast 350 Jahre später, aus Raseneisenstein an die Kirche angefügt.

Der Verbund aus der alten Kirche und dem neuen Turm hatte nur 20 Jahre Bestand. Dann wurde diese  Kirche mit ihren etwa 400 Sitzplätzen zu klein. Zu jener Zeit zählte das Kirchspiel Brelingen zwölf Ortschaften mit rund 1800 Mitgliedern. – Heute bilden die Dörfer Brelingen, Negenborn und Oegenbostel mit ebenfalls etwa 1800 Mitgliedern die Kirchengemeinde.

Die Kirche wurde abgerissen und in den Jahren 1848/49 durch den heute vorhandenen Neubau ersetzt, den der Hannoversche Konsistorialbaumeister Ludwig Hellner (1791 - 1862) geplant hatte. – Unter Hellner wurden fast 50 Kirchenneubauten und zahlreiche kirchliche Gebäude, darunter auch das Brelinger Pfarrhaus, im damaligen Königreich Hannover errichtet. – Der noch relativ junge Brelinger Kirchturm blieb erhalten. Am dritten Advent des Jahres 1849 wurde die neue Kirche samt einer neuen Orgel eingeweiht. Starke Witterungseinflüsse machten es vor einigen Jahren erforderlich, den gesamten Turm von außen zu verputzen.

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